Klimaschutz: Nicht zum Nulltarif

Klimaschutz ist nicht kostenlos, und das spüren Verbraucher in Europa immer deutlicher. Gesetzliche Änderungen haben alltägliche Services wie beispielsweise den Klimaservice in der Werkstatt bereits verteuert. Die Entwicklung ist politisch gewollt. Seit 2017 werden in Europa nur noch Fahrzeuge mit einem Kältemittel homologiert, dessen GWP unter 150 liegt. Klimaschädliche fluorierte Treibhausgase (F-Gase) mit hohem GWP (z. B. R134a, GWP 1430) sollen sukzessive reduziert werden. Dazu hat die EU-Kommission in der Verordnung EU Nr. 517/2014 ein so genanntes „Phase-Down“-Szenario beschlos- sen. Ausgehend von der verfügbaren Kältemittelmenge für F-Gase im Jahr 2015 soll die Gesamtmenge in Europa bis 2030 in sechs Schritten um insgesamt 79 Prozent reduziert werden. Ziel ist eine deutliche Minderung der Treibhausgase. Jährlich entweichen nach Schätzungen des Umweltbundesamtes (UBA) durch Unfälle, systembedingte Diffusion und nicht sachgemäße Klimaservices allein in Deutschland bis zu 3.500 Tonnen Kältemittel aus Fahrzeugklimaanlagen. Bei R134a entspricht das über 4,5Mio. Tonnen CO2-äquivalenten oder der CO2-Jahresmenge, die ca. 2,5 Millionen sparsame Verbrennungsmotoren produzieren. Weltweit rund 30 Prozent aller Emissionen teilfluorierter Kohlenwasserstoffe sind von Fahrzeugklimaanlagen verursacht. Die Phase-Down-Phasen eins und zwei (2016-2017 auf 93 Prozent; 2018-2020 auf 63 Prozent) haben unmittelbar für Preisanstiege der F-Gase gesorgt. Noch kostet R134a rund die Hälfte des in neuen Fahrzeugen verwendeten R1234yf. Mittelfristig dürften sich die Preise aber angleichen. Ein Kilogramm R1234yf kostet derzeit etwa 100 Euro. Für die Komplettfüllung einer Klimaanlage mit 500 Gramm entstehen also rund 50 Euro Kosten für das Klimagas.

Bis 2030 soll die Gesamtmenge verfügbarer F-Gase in Europa auf 21 Prozent des Basisjahres 2015 reduziert werden.
Foto: shutterstock.com/BlueBoeing

Werkstätten tragen mit Klimaservice einen wichtigen Teil zum Klimaschutz bei. Die nötige Präzision und Sorgfalt im Umgang mit Klimagasen und eine geringstmögliche Belastung der Umwelt bieten dabei Klimaservice-, -analyse und Diagnosegeräte von AVL DiTEST.

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Panschern keine Chance

Der Gasanalysator detektiert präzise und schnell Klimagas- Zusammensetzung und -Qualität im Kältemittelkreislauf.
Foto: AVL DiTEST

Die durch den Phase-Down-Beschluss verursachten Preissprünge für F-Gase rufen dubiose Geschäftemacher auf den Plan. Diese bieten Kältemittel unbekannter Herkunft und zweifelhafter Qualität über das Internet an. Die „Schnäppchen“ bergen Risiken: Mit Kältemittel minderer Qualität oder gepanschten Kältemitteln befüllte Fahrzeuge verlieren ihre Betriebserlaubnis. Zudem wirken sie wie ein Virus-Träger, der beim nächsten Klimaservice möglicherweise Geräte anderer Betriebe verunreinigt. Selbst größte Sorgfalt bei Qualität von Servicegeräten und Kältemitteln schützt nicht vor Verunreinigungen und davor, selbst zum „Virus-überträger“ zu werden. AVL DiTEST bietet ab Oktober mit dem Gasanalysator ein effektives Tool, um verunreinigte Kältemittel zu detektieren.

Der Gasanalysator, der als Handheld-Gerät oder optionale Zusatzausstattung des Klimaservicegerätes ADS 130D verfügbar ist, entzieht für die Analyse ca. zwei Gramm aus dem Klimakreislauf. Binnen weniger Minuten zeigt das Gerät an, mit welchem Kältemittel die Anlage befüllt ist. Bei Gemischen gibt der Analysator exakt die prozentuale Zusammensetzung an. Bei mehr als fünf Prozent Beimischungen von Fremdgasen leuchtet eine Warnlampe. Sie signalisiert: Achtung, Kältemittel kontaminiert! Der Gasanalysator erkennt zuverlässig die Kältemittel R12, R134a, R1234yf, Kohlenwasserstoffe sowie Mischformen der Gase.

AVL DiTEST ADS 340

Das ADS 340 ist das erste vollautomatische Klimaservicegerät für den professionellen Klimaservice an Bussen mit CO2-Klimaanlage (R744). Professionellen und effizienten Klimaservice garantieren die Technik und die umfangreiche Ausstattung des ADS 340.

Die Vorteile auf einen Blick:

  • Vollautomatischer Ablauf für schnellen und einfachen Service
  • Werkstattoptimiert: alle Gerätekomponenten sind für den harten Werkstatteinsatz konzipiert
  • Automatische Dokumentation der durchgeführten Arbeiten
  • 5 Meter lange Schläuche, maximaler Arbeitsdruck von 140 bar
  • Ausgeklügeltes Design des Gerätewagens ermöglicht schnellen Wechsel der CO2-Flaschen, alle gängigen Flaschentypen werden unterstützt
  • Erweiterte Flaschenaufnahme für Flaschengrößen bis 30 kg
  • Optimierte Flaschenheizung für die Verwendung großer Flaschen
  • Sicherer Anschluss bei hohem Druck
  • Angepasste Ablass- und Befüllsteuerung für kontrolliertes Ablassen und mehrstufiges Befüllen großer Kältemittelmengen
  • Hohe Befüllgenauigkeit auch bei großen Kältemittelmengen

Für gutes Klima und Temperaturmanagment sorgen in immer mehr Bussen CO2-Klimaanlagen.
Foto: shutterstock.com/Syda Productions

Gutes Reiseklima mit Naturgas

Die Preissteigerungen für F-Gase treffen auch Besitzer von Reise- und Stadtbussen. Bus-Klimaanlagen benötigen zwischen fünf und fünfzehn Kilogramm Kältemittel für eine optimale Kühlleistung. Mindestens ein Klimaservice pro Jahr ist Pflicht. Dabei schlagen, abgesehen von der klimaschädlichen Wirkung, Kältemittelverluste von bis zu zehn Prozent finanziell erheblich zu Buche. Die Vorschriften der Richtlinie 2006/40/EG zur Reduzierung klimaschädlicher Kältemittel gelten nicht für Busse. Für Kühlung sorgt hier überwiegend das Kältemittel R134a – noch.

Denn immer mehr Busunternehmen rüsten neue Busse mit Klimaanlagen für den Betrieb mit dem Naturgas CO2 (Verkaufsbezeichnung R744) aus. Bei Stadtbussen, insbesondere elektrisch angetriebenen, ist eine CO2-Klimaanlage häufig Vorgabe in der öffentlichen Ausschreibung. CO2 bietet Vorteile für die Umwelt, technisch und auch kostenseitig. Mit einem GWP von 1 ist es faktisch klimaneutral. Großer technischer Vorteil: Mit CO2-Gas kann man kühlen und heizen. Das eröffnet neue Anwendungen von CO2-Klimaanlagen bei Elektrobussen, denn Speicherbatterien sind temperaturempfindlich. Sie benötigen für optimalen Betrieb und maximale Reichweite ein stabiles Temperaturumfeld. Darum setzen auch Pkw-Hersteller für Klimatisierung und Temperaturmanagement der Batterien für künftige Elektromodelle auf CO2-Klimaanlagen. CO2 ist zudem zu Kilopreisen von unter zehn Euro für Gas der Reinheitsstufe 3.0 (Lebensmittelgeeignet) erhältlich. Die Experten von

AVL DiTEST haben schon früh in die Klimatisierungstechnik der Zukunft investiert und mit dem ADS 340 als bislang einziger Hersteller ein CO2-Klimaservicegerät für Bus-Klimaanlagen entwickelt. Dabei kooperierte AVL DiTEST eng mit einem großen Hersteller, der dem ADS340 die Freigabe erteilt hat. Erste Geräte sind ausgeliefert. Verkaufsstart ist Ende September 2019. Details zum CO2-Klimaservicegerät enthält die neben- stehende Infobox.

Noch ganz dicht?

Die korrekten Druckverhältnisse und die Dichtheit einer Klimaanlage sind nicht nur eine Voraussetzung für effektive Klimaregulierung. Werkstätten sogar gesetzlich verpflichtet, das Entweichen von F-Gasen in die Atmosphäre zu verhindern. Dazu müssen sie wissen, ob eine Klimaanlage dicht ist. Mit dem Druckprüfgerät DPG 1340 bietet AVL DiTEST ein wichtiges Tool für den professionellen Klimaservice in der Werkstatt. Das Gerät ermöglicht eine schnelle und einfache Druck- und Dichtheitsprüfung von Klimaanlagen und ist mit Anschlüssen für die Prüfung von Anlagen mit den Kältemitteln R134a, R1234yf und R744 ausgestattet. Dank fünf Meter langer Anschlussschläuche und Druck-Prüfungsbereich bis 100 bar ist das AVL DiTEST DPG 1340 auch ideal für die Dichtheitsprüfung von Bus-Klimaanlagen geeignet.

Das DPG 1340 ist für die Dichtigkeitsprüfung aller gängigen Kältemittel in Pkw, Lkw und Bussen geeignet. 
Foto: AVL DiTEST

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